Peter Fischer

Im Alter von 9 Jahren habe ich nach der "musikalischen Früherziehung" in der Grundschule begonnen, Querflöte zu spielen. Mit wöchentlichem Privatunterricht kam ich ganz gut voran, und spielte während der Schulzeit, im Schüleraustausch in den USA und während des Studiums in verschiedenen Orchestern und Ensembles mit. In Tübingen war ich zu Beginn noch in einer Studentenband, in der ich neben der Querflöte auch noch ein wenig Saxophon spielte.

Als ich zur TOS kam, lernte ich kennen, was es heißt, Gott anzubeten. Ich fing an zur Gitarre, die ich seit meinem 18. Lebensjahr spielen lernte, ganz einfache Anbetungslieder zu singen, erst allein für mich zuhause, dann aber auch im Frühgebet, in der Zellgruppe und später auch in den Gottesdiensten der Gemeinde im Anbetungsteam. So begann ich meinen musikalischen Ehrgeiz zu beerdigen und die Flöte verschwand über 10 Jahre lang erst einmal im Schrank; - bis Gott kurz vor unseren ersten Israel-Reise nach Be'er Sheva zu mir sprach, die Flöte wieder auszupacken und prophetisch zu spielen. Das war bisher ausschließlich der Part von Murray und Walter an den Gitarren.

Der Vorschlag wurde zunächst mit Skepsis aufgenommen: "Probier es mal, entweder es gibt eine Lachnummer oder der Heilige Geist kommt." Während dem ersten Lied, zu dem ich spielte, geschah - Gott sei Dank - das letztere und die Band entschied: "Die Flöte kommt auf die Gepäckliste".

In Israel selbst begegnete mir der Herr in der Vorbereitungszeit für unseren Einsatz in Be'er Sheva in einem Raum, der ausschließlich für Anbetung rund um die Uhr ausgesondert worden war. Die Gegenwart und Herrlichkeit Gottes war so in dem Raum als träte man in den Thronsaal Gottes. Während ich so in der Gegenwart Gottes stand, erinnerte mich der Heilige Geist an einen Satz den mein Flötenlehrer immer wieder mal zu mir gesagt hatte, wenn ich die Noten etwas lustlos ohne Emotion vom Blatt gespielt hatte: "Junge, du musst mit dem Herzen spielen!"  Hier verstand ich diesen Satz das erste mal in seiner eigentlichen Bedeutung und Tiefe. Etwas in mir zerbrach und Tränen liefen über mein Gesicht. Das war die Geburtsstunde, Gott von Herzen mit meinem Instrument anbeten und lieben zu können.

Dieser Einsatz war zugleich auch die Geburtsstunde der Band BE'ER SHEVA, aus der inzwischen die Flöte nicht mehr wegzudenken ist.

Meiner Frau und meinen drei Kindern spielte ich das erste mal nach dieser Israel-Reise vor. Sie hatten mich in den 10 Jahren, seit wir verheiratet waren, bzw. seit sie geboren waren, nie Flöte spielen gehört.

Unseren Lebensunterhalt verdiene ich als freiberuflicher Qualitätsmanagement-Berater. Als Schüler hatte mir mein Flötenlehrer vorgeschlagen, mich als Jungstudent in der Musikschule in Detmold zu immatrikulieren und Berufsmusiker zu werden. Diesen Weg hatte ich mir aber so nicht vorstellen können. Lieber bin ich heute Musiker mit Berufung!